Sommer, Herbst, Party, Basteln, Natur, Spielen
In warmen Sommernächten könnt ihr die leuchtenden Pünktchen im Wald oder auf Wiesen tanzen sehen: Glühwürmchen. Sie wackeln mit dem Popo und bringen diesen zum Leuchten, um sich über Lichtsignale untereinander zu verständigen. Das klingt lustig, oder? Mit dieser Bastelanleitung könnt ihr für eure nächste Nachtwanderung könnt ihr euch eigene leuchtende Glühwürmchen basteln.
Die putzigen kleinen Kerle sind eigentlich keine Würmchen. Richtig heißen die Glühwürmchen Leuchtkäfer. Sie sind also Insekten. Um Wunder zu bestaunen, müssen es nicht immer die ganz großen Zootiere sein – auch winzig kleine Tierchen können richtig spannend sein!
Leere, ausgespülte Yippy-Flaschen
bunte Knicklichter
Transparentpapier
Pfeifenputzer
Dokumenthüllen oder Klarsichtfolie (mit stärkerer Grammatur)
wasserfester Stift
Wackelaugen
(selbstleuchtende) Perlen
Bastelschere und Klebeband
Wenn ihr farbige Yippy Water-Flaschen verwendet, könnt ihr Schritt 2 überspringen.
Eure Yippy-Flaschen sollen bereits ausgespült und getrocknet sein. Als erstes entfernt ihr die Banderole. Dazu schneidet ihr am besten die Folie an der Kante mit der Schere ein kleines Stück ein und reißt sie ringsherum ab.
Nun verkleidet ihr die Flasche. Dazu nehmt ihr Transparentpapier in eurer Lieblingsfarbe. Am einfachsten ist es, wenn ihr das Papier einmal um die Flasche wickelt und euch mit einem Bleistift anzeichnet, wo das Papier am anderen Ende wieder ankommt. Zu zweit geht es noch leichter: Einer hält das Papier fest um die Flasche gewickelt und der andere schneidet passend das Stück ab. Anschließend befestigt ihr das Glühwürmchen-Mäntelchen mit einem Stück Klebeband an der Flasche.
Jetzt ist eure Kreativität gefragt! Klebt zum Beispiel Washi-Tape-Streifen an den Rand des Mäntelchens. Dazu wickelt ihr es vorsichtig einmal ringsherum und schneidet dann das Ende ab. Jetzt ist das Glühwürmchen bunt.
Yippys Tipp: Ihr könnt euer Tier auch mit Glitzer-Kleber oder Aufklebern verzieren. Oder wie wäre es mit Stickern, die im Dunkeln leuchten?
Euer Leuchtkäfer braucht Beinchen und Fühler wie ein echtes Insekt. Dafür verwendet ihr die Pfeifenputzer. Wickelt jeweils einen Draht einmal im ersten und letzten Drittel des Körpers um die Flasche und verdreht die Enden an der Unterseite, sodass zwei gleich lange Enden entstehen: Das sind die Beinpaare. Für die Fühler wickelt ihr den dritten Draht um den Verschlussdeckel und lasst seine Enden nach oben stehen. Nun könnt ihr auf die Fühler (selbstleuchtende) Perlen auffädeln.
Um durch den Nachthimmel zu schweben, benötigt euer kleiner Freund Flügel. Dafür nehmt ihr euch eine Dokumentenhülle oder Klarsichtfolie und malt mit wasserfestem Stift die Form eines Flügels darauf. Und zwar so an eine Kante, dass man den Flügel anschließend aufklappen kann. Auf der Rückseite zeichnet ihr das Ganze noch einmal nach und schneidet anschließend die Flügel aus. Nun könnt ihr sie mit ein bisschen Klebeband oder Washi-Tape am Körper befestigen. Damit das Glühwürmchen den Durchblick behält, klebt ihr ihm nun noch ein Paar Wackelaugen auf den Flaschendeckel.
Nun wird es spannend! Damit euer Glühwürmchen die Nacht erhellen kann, sucht ihr euch ein Knicklicht in der Farbe eurer Wahl aus. Jetzt wird geknickt! Magisch, wie es von allein zu Leuchten beginnt, oder? Steckt das Knicklicht dann mit den beiden Enden zuerst in die Flasche, damit ihr es leicht wieder herausziehen und austauschenkönnt, ohne dass es sich verkeilt. Fertig! Und auf geht es in die Nacht – oder in eine dunkle Kinderzimmerhöhle.
Das Leuchten im Körper des Glühwürmchens wird ganz ähnlich erzeugt, wie bei einem Knicklicht: Zwei verschiedene Leuchtstoffe vermischen sich im Popo des Glühwürmchens, wenn es mit ihm wackelt. Diese Freude ist allerdings nur den Männchen vorbehalten – die Weibchen bleiben am Boden und können nicht leuchten.
In der Natur leben so viele verschiedene Insektenarten. Aus unseren Flaschen könnt ihr noch viele andere basteln. Verwendet gelbe und schwarze Papierstreifen für den Körper und aus der Flasche wird eine Biene. Wenn ihr in den Körper eine Perle steckt und die Flasche leicht in der Hand kreisen lasst, klingt es fast, als würde sie summen.
Die besten Chancen, echte Glühwürmchen zu sehen, habt ihr im Sommer in den ersten Stunden nach Einbruch der Dunkelheit – ungefähr zwischen 22 Uhr und Mitternacht. Am liebsten halten sich die leuchtenden Insekten in der Nähe von Büschen, Laub und Moos auf. Wie wäre es mit einem sommerlichen Übernachtungsabenteuer im Zelt mit einer Nachtwanderung und Glühwürmchen-Entdeckungstour?